Jahresendrallye
Gestern hatte ich endlich Zeit, mich um unsere Küche zu kümmern. Und als ich so das Gewürzregal und alle anderen Schubladen und Schränke durchforstete, kam mir der Begriff „Jahresendrallye“ in den Sinn. Normalerweise bezeichnet er ja die turbulente Zeit an den Börsen kurz vor Weihnachten und die übliche Steigerung der Aktienkurse am Ende eines alten und zu Beginn eines neuen Jahres.
Ich finde ihn allerdings auch für meine momentane Stimmung passend: Ich nehme auch nochmal richtig Fahrt auf, um auf der Zielgeraden für 2025 meine Sachen durchzusehen und das zu Ende zu bringen, was offen geblieben ist. Das sind dann nicht die sentimentalen Sachen, über deren Verbleib ich Entscheidungen treffe. Hier geht es einfach darum, „klar Schiff“ zu machen und die Dinge wegzuarbeiten. Die Leitfrage, die ich mir stelle: Ist es noch aktuell? Oder abgelaufen, unbrauchbar und überholt? Möchte ich es mit ins neue Jahr nehmen?
Die größte Kategorie ist definitiv der Papierkram (Kündigungen von Abos und Mitgliedschaften, Versicherungen, Freistellungsaufträge etc) , weil er unablässig ins Haus strömt und es Fristen einzuhalten gibt. In der Küche gehe ich auf die Suche nach allem, was doch langsam mal aufgegessen werden sollte. Früher habe ich immer auch noch einmal die Spielsachen und Kinderzimmer ins Visier genommen; inzwischen sind meine Kinder groß und kümmern sich selber um ihre Sachen.
Meine Motivation: Ich möchte Weihnachten frei haben und die schöne Zeit zwischen den Jahren bewusst begehen, alle Räder einmal still stehen lassen und mich besinnen.