Schön kommt später

1. Juni 2026 | News, Persönliches

 

Ich falle gleich mal mit der Tür ins Haus, denn bei uns geben sich die Handwerker seit einiger Zeit die Klinke desselben in die Hand. Wir bauen um und renovieren. Und das gründlich und bei laufendem Betrieb.

Da heißt es: planen, entscheiden, koordinieren, Sachen von einem Zimmer hin- und wieder zurückschleppen, warten und die kleineren und größeren Baustellen gelassen hinnehmen, bis sie an die Reihe kommen. Denn oft ist es nicht eine Frage, OB etwas getan wird, sondern WANN. So auch in unserem Haus.

Als wir vor 17 Jahren hier einzogen, waren die beiden älteren Kinder noch klein und unser Jüngster noch nicht einmal auf der Welt. Vor dem Umzug hatten wir zwar schon einiges gemacht und auch zwischendurch haben wir immer mal wieder das eine oder andere erneuert und verändert. Manche Projekte mussten allerdings zurückstehen und es war klar: Schön kommt später. Wir hatten andere Themen auf dem Zettel.

Man kennt es. Nicht immer sind die Ressourcen da und Zeit, Geld und die eigene Energie sind knapp, die passenden Handwerker nicht in Sicht oder es fehlen generell die Ideen.

Doch nun ist es soweit: Später ist jetzt! Und es wird geklopft, gehämmert, gebohrt, getan und gemacht. Es ist so eine Freude und Wohltat zu sehen, wie alles wieder frisch und wie neu wird!

 

Neuausrichtung für die nächste Lebensphase

Auf unserem Renovierungsrundgang durchs gesamte Haus nehme ich wirklich jedes Teil in die Hand, manchmal mehrfach. Ich mache eine gründliche Inventur und unser Heim und das gesamte Inventar bekommen ein Update. Und es wird nicht nur unser Haus instand gesetzt. Auch ich ordne mich. Wir als gesamte Familie sortieren uns neu und stellen uns anders auf. Die Lebensabschnitte Familiengründung und (Klein)Kindphase sind definitiv abgeschlossen und zur Schule geht nur noch der Jüngste. Der Nachwuchs steht zwar noch nicht komplett auf eigenen Füßen, aber alle drei sind auf dem besten Wege dorthin. Jetzt entsteht etwas Neues und das zeigt sich im Außen wie im Innern.

Während der Durchsicht der Dinge verabschiede ich noch das eine oder andere Teil. Viel ist es nicht mehr. Jetzt geht es eher darum, jedem Teil bewusst seinen festen Platz zu geben. Ein neuer Schrank und ein neues Regal leisten gute Dienste. Mal schauen, was sich im Keller noch so findet. Da wird ein bisschen mehr auszusortieren sein.

Bei so viel Gewerkel und Umbau kommt es mir ganz gelegen, dass es zwischendurch kleinere und größere Pausen gibt. Ich kann nachbereiten, den nächsten Abschnitt vorbereiten, durchatmen und die ganzen Veränderungen wirken lassen.